gemischte Gemeinde Diemtigen

Das Wappen der Gemischten Gemeinde Diemtigen

Wappen der gemischten Gemeinden DiemtigenDas Wappen der Gemischten Gemeinde Diemtigen wurde im Jahr 1924 geschaffen und im Jahr 1945 von der Gemeinde angenommen. Das Motiv und die Farben sind dem Landschaftswappen entnommen.

Aus der Geschichte des Tales

Diemtigen wurde erstmals im Jahre 1257 urkundlich erwähnt, ist also etwas älter als unsere Eidgenossenschaft. In jenem Jahr überliess Heinrich von Raron, Bischof von Sitten, dem Grafen Hartmann von Kyburg das „castrum“ (lateinisch für Schloss) Diemtigen. Zugleich erklärte der Bischof, dass er das Schloss in gleichem Zustand übergebe, wie er es früher von Rudolf von Strättligen erworben habe. Damit ist jedenfalls das höhere Alter der Siedlung belegt. Ziemlich sicher reicht die Besiedlung ins erste Jahrtausend nach Christus oder noch weiter zurück. Bereits 1276 erschien der Name Diemtigen erneut in einer Urkunde.

Eine wichtige Rolle spielte in jener Zeit das Landrecht. Die Alpen des Tales waren schon in dieser Zeit für die Viehzucht wichtig. Nach 1798 gehörte das Diemtigtal für kurze Zeit zum Kanton Oberland innerhalb der helvetischen Republik. Die Einwohnergemeinde nach heutigem Muster entstand mit der Kantonsverfassung von 1831, welche die Herrschaft der Stadt über die Landschaft beendete. Damals wurde auch das Amt des Regierungsstatthalters in der heutigen Form geschaffen.

1873 zählte die Gemeinde zusätzlich zu den heutigen 8 Unterabteilungen als neunte Bäuert "Rütti und Wattfluh".

Die Kirche in Diemtigen wurde als Niklauskapelle 1314 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Die Grundsteinlegung zur romanischen Kirche ums Jahr 1000 ist gemäss jüngsten Forschungen wahrscheinlich. Um 1490 wurde das Schiff der Kirche ungefähr auf die heutigen Masse erweitert. Die Kirche in Diemtigen war eine Tochterkirche der Kirche Erlenbach im Simmental und wurde auf Begehren der Talleute in der Reformationszeit 1527 zur selbständigen Pfarrei erhoben.

Als erste Gemeinde im Berner Oberland verlieh der Schweizer Heimatschutz 1986 der Gemischten Gemeinde Diemtigen den Henri-Louis-Wakker-Preis. Dieser Preis erhielt das Diemtigtal für die Bemühung um den Schutz der reizvollen Landschaft, für die lebendige Baukultur und die Pflege der zahlreichen schmucken Häuser und Gebäudegruppen im ganzen Gemeindegebiet.

Als Geschenk erhielt die Gemischte Gemeinde Diemtigen das Bild mit dem Dorf Diemtigen (Kunstmaler Aymar) sowie Fr. 10'000.—.